Glaube

Jahreslosung 2026:

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offenbarung 21, 5

Losung für Sonntag, 15.03.2026

Bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
- 2. Chronik 25,8

Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.
- Matthäus 10,29.31

Vertrauen

Ein Hundewelpe, sicher wird er einmal ein ganz Großer. Doch nun zittert er, bewegt sich langsam rückwärts. Vor ihm ein wahres Ungetüm von Rolltreppe. Wir sind in einer Einkaufspassage, und da ich Hunde mag, muss ich natürlich die Szene beobachten. Der Mann am anderen Ende der Leine tut sein Bestes. Doch alles liebevolle Überreden hilft nicht. Zu groß ist die Furcht. Schließlich bückt sich der Mann, umfasst sein Tier, hebt ihn auf seinen Arm und betritt die erste Stufe.

Geborgen und getragen, sicher behütet kommt seine Schnauze zum Vorschein. Immer interessierter mustert der Welpe seine Umgebung. Er vertraut seinem Menschen, nichts wird ihm passieren. Er sieht eindeutig glücklich aus. Oben angekommen wird er abgesetzt. Der Schwanz wedelt, er ist bereit zu neuen Abenteuern.

So sichtlich geborgen sein - für mich ist es ein Bild für Gottes Schutz. Denn Gott behütet mich, trägt mich im Notfall. Darauf vertraue und hoffe ich. Und dann kann ich mich aufmachen in Unbekanntes. Rolltreppen ängstigen mich nicht - das Leben manchmal schon. Liebevoll getragen sein von Gott: das brauchen wir. Um unsere Angstschwelle zu überwinden, gemeinsam gute und heilvolle Wege zu gehen. Ein schönes Wort des Propheten Jesaja heißt:

"Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten." (Jesaja 46,4)

Möge Gott Sie behüten!

Ihre Pastorin Maike Windhorn-Stolte

Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen.

Morgengebet & Abendgebet nach Luther

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wolltest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Nach Psalm 139

Herr, du durchschaust mich und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du verstehst meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder liege, du siehst mich, mit allen meinen Wegen bist du vertraut. Bevor ich meinen Mund öffne, weißt du schon, was ich sagen will. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Du hast mich geschaffen mit Leib und Seele, du hast mich gemacht im Bauch meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. An mir selber erkenne ich: wunderbar ist, was du tust.

Anders als das Kalenderjahr beginnt das Kirchenjahr bereits mit dem ersten Advent. Der kirchliche Jahreskreis startet mit dem Warten auf die Ankunft Christi. Die erste Hälfte des Kirchenjahres umfasst den Weihnachts- und Osterfestkreis und endet mit dem Pfingstfest. Die zweite Hälfte beginnt mit dem Fest der Dreieinigkeit, dem Trinitatissonntag und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Die sich wiederholenden Festzeiten strukturieren das Leben, immer auch im Zusammenspiel mit den Jahreszeiten. In der Dunkelsten Jahreszeit spricht Weihnachten vom Eintritt des Lichts in die Dunkelheit. Bei wieder aufblühender Natur verkündet Ostern den Sieg des Lebens über den Tod. Wenn die Blätter fallen, gedenkt die Kirche des Tods und der Verstorbenen. Gleichzeitig erinnern die wiederkehrenden Rhythmen an die Stationen Jesu Leben und greifen dabei wesentliche Stationen unseres eigenen Lebens auf: Geburt, Kindheit und Elternschaft, Gefährdung und Leid, Überschwang und Angst, Freude, Trauer und Tod. All das kommt im Jahreslauf zur Sprache.

Den einzelnen Festen und Festzeiten sind spezifische liturgische Farben zugeordnet. Diese sind Weiß, Violett, Grün, Rot und Schwarz. Nach ihnen richtet sich die Farbe der Paramente an Kanzel, Altar und soweit es in der jeweiligen Gemeinde üblich ist, am Gewand oder Stola des/der Geistlichen. Jeder Sonntag steht unter einem Thema. Die Namen und Texte für die Sonn- und Feiertage lassen sich im liturgischen Kalender nachschauen.

Zum Stöbern und Nachlesen lädt auch das Kirchen-ABC auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein.