Glaube

Jahreslosung 2026:

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offenbarung 21, 5

Losung für Dienstag, 27.10.2026

Steh auf, Gott, richte die Erde, denn dein Eigentum sind die Nationen alle.
- Psalm 82,8

Petrus sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.
- Apostelgeschichte 10,34-35

Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit

Kennen Sie dieses Lied? Der Liedermacher Detlev Jöcker hat es 1986 komponiert, Eckart Bücken hat den Text geschrieben. Hin und wieder singen wir es im Gottesdienst; besonders, wenn die Tage kürzer und dunkler werden. Vielleicht ist es sogar eher ein Weihnachtslied. Doch Jesu Licht leuchtet ja nicht nur zu Heiligabend im nächtlichen Dunkel. Dunkelheiten kennen wir viele - wie gut tut dann das Licht. Laternen erinnern uns an das eine Licht, das in die Welt gekommen ist und uns begleitet und leitet durch alle dunklen Zeiten hindurch. In diesem Lied kehrt es sich sogar um. Wenn wir behütet und beschützt sind von Gottes Geist, wenn wir Jesus Licht spüren. Dann können wir selbst zum Licht werden. Dann können wir einander Licht schenken, in die Dunkelheit hineinleuchten und sie erhellen.

Ein schönes Bild ist es. Wir werden zu kleinen Lichtern, erleuchtet durch Jesus Christus, Licht der Welt. Und als Schar kleiner, leuchtender Lichter wandern wir durch diese Jahreszeit. Im Wissen: Gottes Geist verlässt uns nicht.

Und hier der ganze Liedtext "Ein Licht geht uns auf":

Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit, Durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit. Refrain: Licht der Liebe Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt, Erfüllt den Tag, dass es jeder spürt. Refrain: Licht der Liebe Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein, An jedem Ort wird es bei uns sein. Refrain: Licht der Liebe Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Ein Licht steckt uns an, macht uns selbst zum Licht. Wir fürchten uns, weil wir leuchten, nicht. Refrain: Licht der Liebe Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Ihre Pastorin

Maike Windhorn-Stolte

Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen.

Morgengebet & Abendgebet nach Luther

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wolltest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Nach Psalm 139

Herr, du durchschaust mich und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du verstehst meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder liege, du siehst mich, mit allen meinen Wegen bist du vertraut. Bevor ich meinen Mund öffne, weißt du schon, was ich sagen will. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Du hast mich geschaffen mit Leib und Seele, du hast mich gemacht im Bauch meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. An mir selber erkenne ich: wunderbar ist, was du tust.

Anders als das Kalenderjahr beginnt das Kirchenjahr bereits mit dem ersten Advent. Der kirchliche Jahreskreis startet mit dem Warten auf die Ankunft Christi. Die erste Hälfte des Kirchenjahres umfasst den Weihnachts- und Osterfestkreis und endet mit dem Pfingstfest. Die zweite Hälfte beginnt mit dem Fest der Dreieinigkeit, dem Trinitatissonntag und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Die sich wiederholenden Festzeiten strukturieren das Leben, immer auch im Zusammenspiel mit den Jahreszeiten. In der Dunkelsten Jahreszeit spricht Weihnachten vom Eintritt des Lichts in die Dunkelheit. Bei wieder aufblühender Natur verkündet Ostern den Sieg des Lebens über den Tod. Wenn die Blätter fallen, gedenkt die Kirche des Tods und der Verstorbenen. Gleichzeitig erinnern die wiederkehrenden Rhythmen an die Stationen Jesu Leben und greifen dabei wesentliche Stationen unseres eigenen Lebens auf: Geburt, Kindheit und Elternschaft, Gefährdung und Leid, Überschwang und Angst, Freude, Trauer und Tod. All das kommt im Jahreslauf zur Sprache.

Den einzelnen Festen und Festzeiten sind spezifische liturgische Farben zugeordnet. Diese sind Weiß, Violett, Grün, Rot und Schwarz. Nach ihnen richtet sich die Farbe der Paramente an Kanzel, Altar und soweit es in der jeweiligen Gemeinde üblich ist, am Gewand oder Stola des/der Geistlichen. Jeder Sonntag steht unter einem Thema. Die Namen und Texte für die Sonn- und Feiertage lassen sich im liturgischen Kalender nachschauen.

Zum Stöbern und Nachlesen lädt auch das Kirchen-ABC auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein.