Glaube

Jahreslosung 2026:

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offenbarung 21, 5

Losung für Samstag, 13.06.2026

Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden.
- Jesaja 40,30-31

Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.
- Hebräer 12,1-2

"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen." Dieser Gruß am Anfang des Gottesdienstes oder am Anfang der Predigt nimmt das Thema des Sonntags Trinitatis auf: Gott ist einer. Und ist zugleich drei: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - eine theologische Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. 

Der Altar in der Bugenhagenkirche greift die Dreieinigkeit Gottes durch Symbole auf. Das Auge steht für Gott, das Kreuz für Jesus Christus und die Taube für den Heiligen Geist. Gott ist umfassender als ein Mensch begreifen kann. Er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott sein Volk, als Sohn kommt er allen Menschen zum Heil. Schließlich bezieht Gott in jedem einzelnen Wohnung als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit. Was würde fehlen ohne eine der drei Personen? Die Stärke des Schöpfers? Die Menschlichkeit Jesu - auch im Leiden? Die Gegenwart Gottes im Geist? Gott ist in sich Gemeinschaft. Wir können versuchen uns das vorzustellen: Eine Gottheit, die durch und durch Liebe ist, die nicht für sich bleiben kann. Und die unsere Gesellschaft sucht. Die feste liebt und uns neben sich auf die Bank zieht und sagt: Komm, sag ehrlich, wie geht es Dir. - Bleib behütet.

Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen.

Morgengebet & Abendgebet nach Luther

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wolltest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Nach Psalm 139

Herr, du durchschaust mich und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du verstehst meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder liege, du siehst mich, mit allen meinen Wegen bist du vertraut. Bevor ich meinen Mund öffne, weißt du schon, was ich sagen will. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Du hast mich geschaffen mit Leib und Seele, du hast mich gemacht im Bauch meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. An mir selber erkenne ich: wunderbar ist, was du tust.

Anders als das Kalenderjahr beginnt das Kirchenjahr bereits mit dem ersten Advent. Der kirchliche Jahreskreis startet mit dem Warten auf die Ankunft Christi. Die erste Hälfte des Kirchenjahres umfasst den Weihnachts- und Osterfestkreis und endet mit dem Pfingstfest. Die zweite Hälfte beginnt mit dem Fest der Dreieinigkeit, dem Trinitatissonntag und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Die sich wiederholenden Festzeiten strukturieren das Leben, immer auch im Zusammenspiel mit den Jahreszeiten. In der Dunkelsten Jahreszeit spricht Weihnachten vom Eintritt des Lichts in die Dunkelheit. Bei wieder aufblühender Natur verkündet Ostern den Sieg des Lebens über den Tod. Wenn die Blätter fallen, gedenkt die Kirche des Tods und der Verstorbenen. Gleichzeitig erinnern die wiederkehrenden Rhythmen an die Stationen Jesu Leben und greifen dabei wesentliche Stationen unseres eigenen Lebens auf: Geburt, Kindheit und Elternschaft, Gefährdung und Leid, Überschwang und Angst, Freude, Trauer und Tod. All das kommt im Jahreslauf zur Sprache.

Den einzelnen Festen und Festzeiten sind spezifische liturgische Farben zugeordnet. Diese sind Weiß, Violett, Grün, Rot und Schwarz. Nach ihnen richtet sich die Farbe der Paramente an Kanzel, Altar und soweit es in der jeweiligen Gemeinde üblich ist, am Gewand oder Stola des/der Geistlichen. Jeder Sonntag steht unter einem Thema. Die Namen und Texte für die Sonn- und Feiertage lassen sich im liturgischen Kalender nachschauen.

Zum Stöbern und Nachlesen lädt auch das Kirchen-ABC auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein.